Opferfest am 10.07.2022

Die Facetten der Gesellschaft, in der wir leben, sind in den letzten Jahrzehnten ungemein vielfältig geworden; allein im Kreis Düren versammeln sich ca. 146 Nationalitäten.

Viele von ihnen gehören verschiedenen Religionen an, die nun in den Austausch miteinander treten. Die Religion mit von uns Menschen geschaffenen Ritualen, Mythen, Zeremonien und Symbolen ist ein wichtiger Aspekt des kulturellen Lebens.

Das Opferfest ist ein schönes Beispiel dafür, wie uralte Mythen wieder hineinwirken in das heutige gesellschaftliche Miteinander.

Sunniten und Schiiten ehren mit dem Opferfest den Propheten Abraham; dieser vertraute Gott ausnahmslos und war sogar bereit seinen Sohn Ismail zu opfern, als Gott ihn darum bat. Als Gott den Treuebeweis Abrahams erkannte, verhinderte er jedoch im letzten Augenblick das Opfer. Abraham opferte aus Dankbarkeit stattdessen einen Widder.

Diese Prüfung Abrahams ist nicht nur im Koran, sondern auch in der Bibel und in der Tora überliefert.

Am Festtag erinnern sich Muslime daran, dass sie Gott grenzenlos vertrauen dürfen, und rufen zur Hilfsbereitschaft auf.  Als Zeichen der Freundschaft und Hilfsbereitschaft werden Geschenke ausgetauscht; viele spenden etwas. Manche geben etwas an Bedürftige in ihrer Umgebung, andere schicken Geld in ihre Heimatländer oder in Gegenden, in denen Menschen noch mehr auf Hilfe angewiesen sind. So sind das Teilen und Abgeben ein wichtiger Aspekt dieses Festes geworden.

Doch kommen Sie selbst zum Fest, genießen Sie das Festessen und lernen Sie, welche Bewandtnis es damit hat.  Die Vereinsverantwortlichen klären gerne in kurzen Vorträgen über Sinn und Bedeutung des Opferfestes in der heutigen Zeit auf.

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